Bitcoin-Mining als Flexibilitätsbaustein für Industrie und Energiewende beim VIK-Netzwerk Baden-Württemberg – Impuls durch UTXO Solutions
Am 18. Februar 2026 fand das 7. Treffen des VIK-Energieeffizienz- und Klimaschutznetzwerks Baden-Württemberg bei Heidelberg Materials statt. Dabei wurde diskutiert, wie Bitcoin-Mining zur Netzentlastung, zur Nutzung von Überschussenergie und zur wirtschaftlichen Wärmeerzeugung eingesetzt werden kann.
Der VIK (Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft) ist ein branchenübergreifender Wirtschaftsverband industrieller und gewerblicher Energienutzer in Deutschland. Er bündelt rund 200+ Mitgliedsunternehmen und gilt aufgrund der energieintensiven Branchenbasis als zentrale Stimme der Industrie in Energie- und Klimafragen. Nach eigenen Angaben bzw. in offiziellen Stellungnahmen wird über den Verband ein sehr großer Teil der industriellen Energiewirklichkeit abgebildet, u. a. etwa 80 % des industriellen Stromverbrauchs sowie rund 90 % der versorgerunabhängigen Stromerzeugung in Deutschland.
Den fachlichen Impuls präsentierte Peter Rochel von unserem Mitgliedsunternehmen UTXO Solutions. UTXO Solutions arbeitet im Umfeld von Industrie, Energie und Bitcoin-Use-Cases an konkreten Umsetzungslogiken. Für den Bitcoin Bundesverband ist das Thema kein Kulturkampf über „Krypto“. Es ist eine Energie-, Effizienz- und Infrastrukturfrage. Im Zentrum steht die Eigenschaft von Mining-Anlagen, Last innerhalb kürzester Zeit hoch- und runterzufahren. Genau das macht Flexibilitäts-Anwendungen in der Praxis wirtschaftlich und betrieblich umsetzbar.
Industrie-Use-Cases: Flexibilität, hybride Rechenzentren und Wärmenutzung
Im Austausch wurden mehrere Anwendungsfelder vertieft:
- Systemdienliche flexible Lasten zur Aufnahme von Überschuss- oder Abregelenergie
- Hybride Rechenzentrumsmodelle, bei denen eine HPC-Grundlast mit Mining-Flexibilität kombiniert wird
- Wärmeauskopplung als zusätzlicher wirtschaftlicher Hebel, insbesondere bei planbarer Wärmeabnahme in industriellen Prozessen
Ein Schwerpunkt lag auf der wirtschaftlichen Entscheidungslogik. Stromkosten, Wärmeabnahme, Betriebsstunden, Integrationsaufwand sowie regulatorische und kommunikative Risiken bestimmen die Umsetzbarkeit. In der Diskussion wurde deutlich, dass Pilot- und Referenzprojekte für Akzeptanz und Skalierung eine Schlüsselrolle spielen.
CSRD/ESG-Anschluss: Prüffähigkeit und Governance
Ein weiterer Fokus lag auf der Frage, wie Flexibilitäts- und Wärmekonzepte mit Mining CSRD/ESRS-konform dokumentiert und gesteuert werden können. Diskutiert wurden Anforderungen an prüffähige Kennzahlen, Governance, Risiko- und Kommunikationsmanagement. Ziel ist, dass Projekte in Industrieumfeldern belastbar und auditierbar sind.
Resonanz über den VIK hinaus: Multiplikation über Branchenverbände
Im Austausch zeigte sich, dass das Thema als branchenübergreifend anschlussfähig wahrgenommen wird. Insbesondere wurde darauf hingewiesen, dass weitere Branchenverbände ein hohes Interesse an konkreten Flexibilitäts- und Wärmelösungen haben. Damit eröffnet sich ein Skalierungspfad über Verbandsstrukturen. Nicht über Grundsatzdebatten, sondern über konkrete, industriekompatible Use-Cases.
Bitcoin Bundesverband: Fokus auf Problemlösung und Partnerarchitektur
Der Bitcoin Bundesverband sieht in solchen industriekompatiblen Use-Cases einen relevanten Baustein, um energiepolitische Zielkonflikte mit realen Lösungsangeboten zu adressieren: Abregelung, Netzengpässe, Effizienz, Wärme, Resilienz. Entscheidend ist dabei eine sachliche Übersetzungsleistung. Mining wirkt als Enabler für Flexibilität und Sektorenkopplung, eingebettet in industrielle Betriebs- und Reporting-Realitäten.
Der Verband prüft, wie sich daraus gemeinsam mit Industrieakteuren und Verbänden Kooperationsformate entwickeln lassen, z. B. Webinare, Roundtables oder Arbeitsgruppen. Mitgliedsunternehmen bringen dabei ihre Praxisexpertise ein, um aus Gesprächsanlässen konkrete Pilot- und Referenzpfade abzuleiten.
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