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die 11,4 Mrd Euro Frage
die 11,4 Mrd Euro Frage

Die 11,4-Milliarden-Euro-Frage: Warum die aktuelle Debatte über die Kryptohaltefrist mehr Transparenz braucht

15 März, 2026 Posted by Jens Leinert Unkategorisiert

Die 11,4-Milliarden-Euro-Frage

Warum die aktuelle Debatte über die Kryptohaltefrist mehr Transparenz braucht

In der aktuellen Debatte über die Besteuerung von Bitcoin und anderen Kryptowerten in Deutschland taucht immer wieder eine Zahl auf: 11,4 Milliarden Euro. Diese Summe wird als mögliches zusätzliches Steueraufkommen genannt, das sich durch eine Reform der deutschen Kryptobesteuerung erzielen ließe. Die Zahl hat politische Sprengkraft. Sie wird in der öffentlichen Diskussion aufgegriffen, in Medien zitiert und dient offenkundig als Argument dafür, die einjährige Haltefrist für private Kryptogewinne in Deutschland grundsätzlich in Frage zu stellen.

Die Zahl stammt aus einem Beitrag von Co-Pierre Georg, veröffentlicht am 10. März 2026 im eFin-Blog des Zentrums verantwortungsbewusste Digitalisierung (ZeVeDi). Dort heißt es, fast zwei Drittel aller privaten Kryptogewinne in Deutschland blieben steuerfrei und vier Reformmodelle könnten Mehreinnahmen von bis zu 11,4 Milliarden Euro allein für das Jahr 2024 ermöglichen. Zugleich wird die deutsche Haltefrist ausdrücklich als „Deutschlands überflüssigstes Steuergeschenk“ bezeichnet. Der Text ist damit nicht nur eine deskriptive Analyse, sondern auch ein klar positionierter politischer Debattenbeitrag.

Co-Pierre Georg ist Professor of Practice in Digital Finance and Technology an der Frankfurt School of Finance & Management und Direktor des Frankfurt School Blockchain Center. Seine Stimme hat deshalb Gewicht – sowohl in der Fachöffentlichkeit als auch in politischen Diskussionen. Gerade deshalb ist es wichtig, die Tragfähigkeit der zugrunde liegenden Daten, Annahmen und Hochrechnungen sorgfältig zu prüfen.

Der ZeVeDi-Beitrag stützt sich auf sogenannte „Industriedaten“. Parallel wirbt Blockpit mit seiner „Krypto Steuer Studie 2025 Deutschland“ unter anderem mit genau den Kennzahlen, die auch in der Debatte immer wieder auftauchen: 47,3 Milliarden Euro realisierte Gewinne, über 63 Prozent steuerfrei, ein Median-Portfolio von 13.000 Euro und weitere hochgerechnete Aussagen über das Verhalten deutscher Kryptonutzer. Damit liegt nahe, dass Blockpit-Daten jedenfalls eine zentrale Rolle für die öffentliche Diskussion spielen.

Das macht die Fragen nach der methodischen Belastbarkeit umso wichtiger. Denn zwischen einer aufmerksamkeitsstarken Zahl und einer tragfähigen Grundlage für Gesetzgebung liegt ein erheblicher Unterschied. Eine politische Debatte über Steuerrecht sollte sich nicht allein auf griffige Hochrechnungen stützen, sondern auf nachvollziehbare Methodik, transparente Annahmen und belastbare Aussagen über Repräsentativität, Datenqualität und Unsicherheiten. Das gilt umso mehr, wenn aus einer Modellrechnung in der öffentlichen Wahrnehmung fast schon ein feststehender finanzpolitischer Hebel wird.

Hinzu kommt: Mit dem DAC-8-Umsetzungsgesetz und dem Kryptowerte-Steuertransparenz-Gesetz wurde in Deutschland bereits ein Melde- und Transparenzrahmen für Kryptowerte geschaffen. Das dient dem Informationsaustausch über Transaktionen, schafft aber nicht automatisch neue Besteuerungstatbestände. Auch deshalb ist es problematisch, wenn aus der Kombination von Transparenzregeln und Modellrechnungen der Eindruck entsteht, eine bestimmte steuerpolitische Schlussfolgerung sei bereits zwingend oder wissenschaftlich ausermittelt.

Der Bitcoin Bundesverband hält es für legitim, steuerpolitische Regeln zu diskutieren. Ebenso legitim ist es, die geltende Haltefrist zu verteidigen oder ihre Reform zu fordern. Nicht legitim wäre es jedoch, eine so weitreichende politische Weichenstellung auf Daten und Annahmen zu stützen, deren Aussagekraft für Außenstehende bislang nur begrenzt nachvollziehbar ist. Wer die Haltefrist abschaffen oder das Steuerregime für Bitcoin und andere Kryptowerte neu ordnen will, sollte darlegen können, auf welcher empirischen Grundlage dies geschieht – und wie belastbar diese Grundlage tatsächlich ist.

Der Bitcoin Bundesverband sucht deshalb den Dialog mit Politik, Wissenschaft und Marktteilnehmern. Wir bemühen uns, mit Politikerinnen und Politikern aller demokratischen Parteien im Gespräch zu bleiben und sachliche Aufklärungsarbeit rund um Bitcoin anzubieten. Dazu gehört auch, öffentlich Fragen zu stellen, wenn zentrale Zahlen einer laufenden politischen Debatte näherer Erläuterung bedürfen.

Quellen:
https://zevedi.de/efinblog-kryptohaltefrist-deutschlands-uberflussigstes-steuergeschenk/
https://kryptoluecke.de/

Offener Brief zur Methodik der aktuellen Kryptosteuer-Debatte

An Blockpit und Herrn Florian Wimmer
sowie an Herrn Professor Co-Pierre Georg

Sehr geehrter Herr Wimmer,
sehr geehrter Herr Professor Georg,
sehr geehrte Damen und Herren,

die aktuelle Debatte über die Besteuerung von Bitcoin und anderen Kryptowerten in Deutschland wird derzeit maßgeblich von der Zahl möglicher Steuermehreinnahmen von bis zu 11,4 Milliarden Euro geprägt. Diese Zahl wird in Medien, Öffentlichkeit und Politik intensiv aufgegriffen und beeinflusst ersichtlich die steuerpolitische Diskussion um die Zukunft der einjährigen Haltefrist für private Kryptogewinne in Deutschland.

Vor diesem Hintergrund halten wir es für wichtig, die Datengrundlage, die Methodik und die Reichweite dieser Aussagen transparent und nachvollziehbar einzuordnen.

Der Beitrag von Herrn Professor Georg im eFin-Blog des Zentrums verantwortungsbewusste Digitalisierung vom 10. März 2026 beschreibt vier Reformmodelle zur Schließung der sogenannten „Kryptolücke“ und nennt Mehreinnahmen von bis zu 11,4 Milliarden Euro allein für das Jahr 2024. Blockpit veröffentlicht parallel eigene Kennzahlen zur „Krypto Steuer Studie 2025 Deutschland“, die offenkundig eine zentrale Rolle in dieser Debatte spielen.

Gerade weil diese Zahlen inzwischen weit über den Kreis fachlich interessierter Beobachter hinaus politische Wirkung entfalten, bitten wir um eine weitergehende methodische Einordnung und – soweit möglich – um zusätzliche Transparenz zu den zugrunde liegenden Daten und Annahmen.

Wir bitten daher um Auskunft zu folgenden Punkten:

1. Stichprobengröße und Auswahl

Wie viele Nutzerkonten bzw. Datensätze sind in die zugrunde liegende Auswertung eingeflossen? Nach welchen Kriterien wurden diese Datensätze ausgewählt oder berücksichtigt?

2. Deutschland-Bezug und steuerliche Ansässigkeit

Wie wurde sichergestellt oder zumindest plausibilisiert, dass die einbezogenen Nutzer im relevanten Zeitraum tatsächlich dem deutschen Steuerrecht unterlagen?

3. Datenqualität

Welche Qualitätskriterien mussten Datensätze erfüllen, um in die Auswertung aufgenommen zu werden? Wurden Datensätze mit erkennbaren Inkonsistenzen, Lücken oder Warnhinweisen ausgeschlossen?

4. Vollständigkeit der Datensätze

Wie wurde sichergestellt, dass nur hinreichend vollständige Datensätze verwendet wurden, also insbesondere alle relevanten Wallets, Börsen, CSV-Uploads und sonstigen Integrationen eingebunden waren?

5. Dubletten und Mehrfacherfassungen

Welche Maßnahmen wurden getroffen, um Doppelzählungen zu vermeiden, etwa durch Mehrfachkonten, Testkonten, Schulungszugänge oder redundante Datenimporte?

6. Definition der verwendeten Kennzahlen

Wie genau wurden Begriffe wie „realisierte Gewinne“, „steuerfreie Gewinne“ und „steuerpflichtige Gewinne“ definiert? Wurden ausschließlich Veräußerungsgewinne betrachtet oder auch andere steuerlich relevante Tatbestände einbezogen?

7. Hochrechnung auf den deutschen Gesamtmarkt

Auf welcher Methodik basiert die Hochrechnung von den ausgewerteten Nutzerdaten auf den deutschen Gesamtmarkt? Welche Annahmen wurden dabei getroffen?

8. Unsicherheiten und Bandbreiten

Welche statistischen Unsicherheiten bestehen bei der Hochrechnung? Gibt es Fehlermargen, Konfidenzintervalle, Sensitivitätsanalysen oder alternative Szenarien?

9. Verteilung der Gewinne

Können Sie die Verteilung der steuerfreien und steuerpflichtigen Gewinne näher aufschlüsseln, etwa nach Größenklassen? Für die politische Einordnung wäre insbesondere relevant, ob ein großer Teil der ermittelten Volumina von wenigen sehr großen Fällen oder von einer breiten Masse kleinerer Fälle getragen wird.

10. Zeitpunkt des Datenschnitts

Wann genau wurde der Datenschnitt für die Auswertung gezogen?

11. Externe Validierung

Wurde die Methodik oder das Ergebnis durch Dritte, etwa Steuerexperten, Statistiker oder wissenschaftliche Partner, validiert?

12. Zugang zur Methodik

Gibt es eine ausführlichere Methodendokumentation, aus der Datenbasis, Bereinigungsschritte, Annahmen und Hochrechnungsverfahren nachvollziehbar hervorgehen?

13. Rolle der Blockpit-Daten in der ZeVeDi-Analyse

An Herrn Professor Georg gerichtet: Auf welcher konkreten Datenbasis beruhen die im ZeVeDi-Beitrag dargestellten Reformmodelle? Bestand Zugriff auf Rohdaten, auf aggregierte Kennzahlen oder auf anderweitig vorbereitete Datensätze?

14. Wissenschaftliche Einordnung

Handelt es sich bei dem ZeVeDi-Beitrag um eine wissenschaftliche Studie im engeren Sinne, um ein Policy Paper oder um einen publizistischen Debattenbeitrag? Gibt es ergänzende Unterlagen, Rechenanhänge oder eine ausführlichere methodische Dokumentation?

15. Verhaltensannahmen in den Reformmodellen

Welche Verhaltensanpassungen von Anlegern wurden in den vier Reformmodellen unterstellt, insbesondere im Hinblick auf Investitionsrückgang, Ausweichreaktionen, Halteverhalten und Steuer-Compliance?

Unser Anliegen ist ausdrücklich keine pauschale Delegitimierung der veröffentlichten Zahlen. Im Gegenteil: Eine offene und transparente Beantwortung dieser Fragen könnte dazu beitragen, die laufende Debatte zu versachlichen und die empirische Grundlage der politischen Diskussion besser nachvollziehbar zu machen.

Gerade bei steuerpolitischen Entscheidungen mit erheblicher Tragweite für Bürger, Unternehmen und den Innovationsstandort Deutschland sollte gelten: Je größer die politische Wirkung einer Zahl, desto höher der Anspruch an Transparenz, Nachvollziehbarkeit und methodische Belastbarkeit.

Der Bitcoin Bundesverband wird sich weiterhin darum bemühen, mit Politikerinnen und Politikern aller demokratischen Parteien sowie mit Wissenschaft und Marktteilnehmern im Gespräch zu bleiben und sachliche Aufklärungsarbeit rund um Bitcoin anzubieten. Dazu gehört auch, methodische Grundlagen dort kritisch zu hinterfragen, wo sie zur Rechtfertigung weitreichender politischer Eingriffe herangezogen werden.

Wir würden uns über eine öffentliche oder direkte Antwort freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Bitcoin Bundesverband

Hinweis: Dieser Beitrag wurde von einem Mitglied bzw. Autor des Bitcoin Bundesverband verfasst und gibt dessen persönliche Einschätzung wieder. Er stellt nicht zwingend die offizielle Position des Bitcoin Bundesverband dar.

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About Jens Leinert

Jens Leinert ist Vorstand des Bitcoin Bundesverbands und engagiert sich dort im Ausschuss für Bitcoin-Zahlungen sowie im Marketingausschuss. Sein Schwerpunkt liegt auf der Förderung von Bitcoin als Zahlungsmittel. Beruflich berät er Unternehmen und Coinsnap bei der Einführung und Akzeptanz von Bitcoin-Zahlungen.

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