Petition zum Erhalt der steuerlichen Haltefrist für Bitcoin und Kryptowährungen eingereicht
Die Vorbereitungen sind abgeschlossen: Am 30. Mai 2026 wurde die Bundestags-Petition zum Erhalt der steuerlichen Haltefrist für Kryptowährungen offiziell eingereicht.
Mit der Petition soll verhindert werden, dass die bestehende steuerliche Behandlung von Bitcoin und anderen Kryptowerten für Privatpersonen verschlechtert wird.
Worum geht es in der Petition?
Die Petition trägt den Titel:
„Erhalt der steuerlichen Haltefrist für private Veräußerungsgeschäfte mit Kryptowerten (insbesondere Bitcoin)“
Konkret fordert die Petition den Deutschen Bundestag auf, die bestehende Regelung gemäß § 23 Einkommensteuergesetz (EStG) unverändert beizubehalten.
Insbesondere soll:
- die bestehende einjährige Haltefrist erhalten bleiben,
- die Steuerfreiheit von Veräußerungsgewinnen nach Ablauf dieser Frist nicht abgeschafft werden,
- und die bisherige Einordnung von Kryptowerten als „andere Wirtschaftsgüter“ ausdrücklich beibehalten werden.
Die Petition richtet sich damit gegen politische Vorhaben, die eine dauerhafte Besteuerung von Gewinnen aus Bitcoin und anderen Kryptowährungen unabhängig von der Haltedauer vorsehen.
Was passiert jetzt?
Mit der Einreichung beginnt zunächst die formale Prüfung durch die Petitionskommission des Deutschen Bundestages.
Dabei wird geprüft, ob die Petition die Voraussetzungen für eine öffentliche ePetition erfüllt und auf der offiziellen Petitionsplattform des Bundestages veröffentlicht werden kann.
Nach bisherigen Erfahrungen kann dieser Prüfprozess etwa zwei bis drei Wochen in Anspruch nehmen.
Wir rechnen daher aktuell damit, dass eine Entscheidung über die Freischaltung der Petition Mitte Juni 2026 erfolgen könnte.
Dann beginnt die entscheidende Phase
Sobald die Petition freigeschaltet wird, beginnt die offizielle Mitzeichnungsfrist.
Ab diesem Zeitpunkt bleiben insgesamt sechs Wochen Zeit, um möglichst viele Unterstützer zur Mitzeichnung zu bewegen.
Ein besonders wichtiges Ziel sind dabei 30.000 Mitzeichnungen. Wird diese Schwelle erreicht, erhöht dies die politische Sichtbarkeit des Anliegens erheblich und kann den weiteren parlamentarischen Prozess beeinflussen.
Die kommenden Wochen werden deshalb entscheidend dafür sein, wie stark die Bitcoin- und Krypto-Community ihre Stimme in die politische Debatte einbringen kann.
Die Initiative ProHaltefrist
Parallel zur Petition wurde die Plattform:
👉 prohaltefrist.de
aufgebaut.
Die Webseite soll als zentrale Anlaufstelle für Informationen rund um die Petition und die Diskussion zur steuerlichen Behandlung von Kryptowährungen dienen.
Dort werden unter anderem:
- Hintergrundinformationen zur aktuellen Rechtslage,
- Argumente für den Erhalt der Haltefrist,
- Informationen zum Petitionsverfahren,
- Unterstützer der Initiative,
- sowie Materialien für Medien, Unternehmen und Communities
bereitgestellt.
Die Webseite wird offiziell freigeschaltet, sobald die Petition vom Deutschen Bundestag veröffentlicht wurde.
Die nächsten Wochen nutzen
Bis zur Freischaltung der Petition laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren.
Aktuell werden Unternehmen, Medien, Communities, Podcaster, YouTuber, Verbände und weitere Unterstützer angesprochen, um die Kampagne möglichst breit aufzustellen.
Denn sobald die Mitzeichnungsphase beginnt, wird jede Stimme zählen.
Wer sich bereits heute über die Initiative informieren oder als Unterstützer beteiligen möchte, kann sich an die Organisatoren der Initiative wenden.
Gemeinsam wollen wir dafür sorgen, dass die bestehende steuerliche Haltefrist für Bitcoin und Kryptowährungen erhalten bleibt.


