Taskforce Haltefrist nimmt konkrete Arbeit auf
Die Taskforce Haltefrist hat sich am 13 Mai 2026 zu einer weiteren intensiven Arbeitssitzung getroffen und dabei einen konkreten Zeit- und Maßnahmenplan für die kommenden drei Monate verabschiedet.
Ziel der Taskforce ist es, gemeinsam mit Unternehmen, Verbänden, Marktteilnehmern und betroffenen Bürgern faktenbasiert gegen die Abschaffung der Haltefrist für Kryptowährungen Stellung zu beziehen und die öffentliche wie politische Debatte aktiv mitzugestalten.
Die vergangenen Wochen haben gezeigt:
Die Diskussion um eine neue Krypto-Besteuerung ist längst keine theoretische Debatte mehr. Mehrere politische Akteure haben bereits konkrete Vorschläge vorgelegt oder angekündigt.
Umso wichtiger ist jetzt eine koordinierte, sachliche und breit aufgestellte Reaktion.
Petition wird konkret
Ein Schwerpunkt der heutigen Sitzung war die Vorbereitung einer verbandsübergreifenden Petition.
Die Kerngruppe hierfür wurde eingerichtet und wird bereits in der kommenden Woche einen ersten Entwurf mit weiteren Verbänden und Stakeholdern abstimmen.
Ziel ist es, eine breite Allianz gegen die Abschaffung der Haltefrist aufzubauen — gemeinsam mit:
- Anlegern
- Unternehmen
- Börsen & Brokern
- Steuerexperten
- Zahlungsdienstleistern
- Verbänden
- YouTubern, Podcastern und Medienportalen
- und weiteren Marktteilnehmern
Denn klar ist:
Eine erfolgreiche politische Interessenvertretung benötigt Reichweite, Fakten und gesellschaftliche Sichtbarkeit.
Gerade die Unterstützung reichweitenstarker Medienakteure und Content Creator wird eine wichtige Rolle spielen, um die Diskussion aus der Krypto-Bubble heraus in die breite Öffentlichkeit und politische Debatte zu tragen.
Bereits jetzt beteiligen sich neben Unternehmen und Verbänden auch zahlreiche Medienakteure, YouTuber, Podcaster und Informationsportale an der Diskussion und unterstützen den Aufbau einer gemeinsamen Initiative.
Aktionswebseite kurz vor dem Start
Parallel wird derzeit die technische Infrastruktur für das verbandsübergreifende Bündnis aufgebaut.
Die zentrale Aktionswebseite befindet sich bereits in der Umsetzung und soll kurzfristig online gehen.
Dort werden unter anderem bereitgestellt:
- Hintergrundinformationen
- Argumentationshilfen
- Kontaktmöglichkeiten zu Abgeordneten
- Vorlagen für Bürgeraktionen
- Informationen zur Petition
- und weitere Materialien zur öffentlichen Aufklärung
Arbeitsgruppe „Rote Karte“
Auch die Arbeitsgruppe „Rote Karte“ hat ihre Arbeit aufgenommen.
Hier geht es insbesondere um öffentlichkeitswirksame Maßnahmen und Mobilisierung.
Bereits in der kommenden Woche sollen mit weiteren Unterstützern und Verbündeten die nächsten Schritte abgestimmt werden.
Denn eines ist offensichtlich:
Eine erfolgreiche Kampagne benötigt in kürzester Zeit eine erhebliche Reichweite und Beteiligung.
Kritik an möglichen Modellen nach österreichischem Vorbild
Intensiv diskutiert wurden außerdem internationale Beispiele — insbesondere die Regelung aus Österreich.
Unternehmen wie CoinTracking und Blockpit weisen bereits heute auf erhebliche praktische und steuerliche Probleme der österreichischen Lösung hin.
Auch Journalisten recherchieren aktuell verstärkt zu den Auswirkungen des österreichischen Sonderwegs und dessen praktischer Umsetzbarkeit.
Besonders bemerkenswert:
Bitpanda-CEO Eric Demuth hat Deutschland ausdrücklich vor einer Übernahme des österreichischen Modells gewarnt.
Diese Diskussion wird die Taskforce in den kommenden Wochen weiter vertiefen.
Offene Fragen bei den erwarteten Steuereinnahmen
Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit liegt aktuell auf der Analyse der öffentlich genannten Zahlen zu möglichen Steuermehreinnahmen.
Aus Sicht zahlreicher Marktteilnehmer bestehen erhebliche Zweifel an den kursierenden Prognosen.
Gerade die Jahre 2025 und 2026 sind von starken Marktschwankungen und Verlustphasen geprägt. Eine Abschaffung der Haltefrist oder die Überführung von Kryptowährungen in die Kapitalertragsteuer könnte daher deutlich geringere oder sogar negative fiskalische Effekte haben als öffentlich suggeriert wird.
Hinzu kommen komplexe Fragen rund um Verlustverrechnung und steuerliche Systematik.
Die Taskforce wird hierzu weitere Analysen und Daten aufbereiten.
Sachliche Debatte statt Schnellschüsse
Die Taskforce Haltefrist setzt sich für eine sachliche, faktenbasierte und konstruktive Diskussion ein.
Es geht darum, politische Entscheidungen auf belastbare Daten, rechtsstaatliche Prinzipien und wirtschaftliche Realität zu stützen — und nicht auf kurzfristige Erwartungen möglicher Mehreinnahmen.
Denn die Auswirkungen betreffen längst nicht mehr nur eine kleine Nische, sondern Millionen Bürger, Unternehmen und den Innovationsstandort Deutschland.
Unterstützung ausdrücklich erwünscht
Die Arbeit der Taskforce steht ausdrücklich auch Nicht-Mitgliedern offen.
Wer:
- Daten beisteuern kann
- fachliche Expertise besitzt
- juristisch unterstützen möchte
- Kontakte vermitteln kann
- oder die Initiative organisatorisch begleiten will
ist herzlich eingeladen, sich einzubringen.
Eine Mitgliedschaft im Bitcoin Bundesverband ist dafür nicht erforderlich.
Weitere Informationen sowie eine Videobotschaft von Matthias Steger zu den konkreten nächsten Schritten folgen kurzfristig.


